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Museen im Alten Schloss | Untere Schlossgasse 8 | 91413 Neustadt/Aisch

Ausstellung „Das Krankenhaus im Alten Schloss“ vom 10.09. bis 08.10.2017

 

„Ich wurde hier sogar geboren“, sagen noch immer viele Neustädter über das Alte Schloss und meinen damit das ehemalige Krankenhaus, das sich einst im Schloss befand. Diesem widmet sich jetzt die Ausstellung „Das Krankenhaus im Alten Schloss. Die Überschaubarkeit von Leben und Tod. Eine Ausstellung zwischen Kunst und Dokumentation“ von Walter Gramming und neun weiteren Künstlern, die vom 10.09. bis zum 08.10.2017 in den Museen im Alten Schloss in Neustadt a.d. Aisch zu sehen ist. Die Vernissage findet am Sonntag, den 10.09.2017 um 11 Uhr statt. Danach ist sie jeden Mittwoch, Freitag, Samstag und Sonntag von 14 bis 17 Uhr zu besichtigen.

 

Mit verschiedenen Ausdrucksformen will die Ausstellung an das Krankenhaus im Alten Schloss erinnern. Dazu gibt es Videos mit Zeitzeugen vor Ort um das Alte Schloss. Historische, medizinische Gegenstände aus dem Bestand der Familie Schnizlein werden präsentiert. Wenige erhaltene Fotografien und alte Pläne vom Krankenhaus und dem Personal sind Grundlage für graphische Arbeiten, die als Photodrucke in Erscheinung treten. Verschiedene Künstler thematisieren in freien Kommentaren das Thema des Alten Krankenhauses und verbundene Themen wie Geburt, Krankheit und Tod. Auffallend am Phänomen des Alten Krankenhauses ist, dass es ein lebendiges Organ der Stadt war, beinahe ein kleiner Bauernhof mit Selbstversorgung. Die Ränder waren fließend. Das Torhaus war bewohnt, z.B. von der Bestatterin usw.

 

Einer der wichtigsten Zeugen im Video ist Dr. Peter Pfeiffer. In einem ausführlichen Rundgang, der an der Statue des Albrecht Achilles beginnt, spannt er den Bogen vom Beginn des Schlosses zur Gründung des Krankenhauses um 1890. Er führt durch die Räume des heutigen Museums und erklärt die ehemaligen Funktionen vom Hühnerstall über den OP bis zu den Wohnungen der Schwestern. Er spricht über Wasserversorgung, Röntgen und Betäubung bis zur Hygiene. Auch zeigt er Pläne des erhofften Erweiterungsbaues, die sein Vater als damaliger Leiter und die Belegärzte anfertigen ließen und deren Scheitern um 1958.

 

Die Familie Schnizlein war von Anfang an engagiert. Der Enkel des Sanitätsrates, der Arzt Bernd Schnizlein führt einige alte Instrumente und ein Skelett im Video vor und erzählt vom Vater und vom Großvater. Dieser leitete das Krankenhaus in den Anfängen. Peter Wagner, Christa Battenbacher und Herr Hirsch, Sohn der Bestatterin, sprechen über ihre Kindheit in den angrenzenden Gehöften und Revieren. Von der ehemaligen Krankenschwester Christl Beck gibt es ein eindrucksvolles Tondokument über die „Weiße Frau“ und eine Videoanimation. Künstlerische Interpretationen: Die in Neustadt geborene und inzwischen international arbeitende Künstlerin Sabina Koch aus Wien gestaltet eine Video-Installation. Sie setzt sich mit dem Thema der Generationenfolgen auseinander und spielt mit der Ästhetik des Organischen. Die Künstlerin ushi f zeigt einen historischen Super8 Track, der in einem Krankenhaus spielt. Der in Ulm lebende Bühnenbildner und -Meister Peter Gramming, der im Alten Schloss geboren ist, hat in Watte das Ensemble einer Krankenhauseinrichtung modeliert. Angelika Summa und Wolf-Dietrich Weissbach (Herausgeber des FrankenMagazins), ein auch international bekanntes Künstlerpaar aus Würzburg, arbeiten mit den Medien Fotografie und Metall zur menschlichen Existenz und ihrer Gefährdung. Angelika Summa stellt ein Metallkostüm aus, das in seiner Präsentation an das Erscheinen der „Weißen Frau“ gemahnen könnte. Weissbach hat in einer Manufaktur für medizinische Objekte fotografiert und entfaltet die Wirkung aus Massenproduktion und leisem Grauen. Der Fotograf Robert Kahl, hat aus einer verfallenen Klinik in Brandenburg Aufnahmen mitgebracht. Manfred Hönig zeigt Malerei von Grab-Funden in Palermo, Andreas Riedel begegnet dem Thema gewohnt humoristisch und Dietmar Lisson präsentiert ein prekäres Objekt aus seinem Fundus.

 

Da viele Neustädter und Menschen im Landkreis mit dem Alten Krankenhaus etwas Intensives verbinden, hoffen Künstler und Museum auf eine positive Resonanz und streben auch einen aktiven Einbezug der Besucher an. Neben der Vernissage wird es daher am 19.09.2017 um 19 Uhr eine öffentliche Abendveranstaltung mit Bernd Schnizlein und Dr. Peter Pfeiffer im Museum geben.

 

In unserem Pressebereich haben wir eine Auswahl an Pressebildern für Sie bereitgestellt, die Sie unter Angabe der Herkunft gerne zur Berichterstattung verwenden können.

 

Die Museen im Alten Schloss in Neustadt a.d. Aisch bieten ein breites Spektrum an kulturellen Einblicken. Gleich drei Museen sind in der ehemaligen Residenz der Markgrafen zu Brandenburg-Kulmbach-Bayreuth untergebracht. In unserem einzigartigen Aischgründer Karpfenmuseum erleben Sie die 1250-jährige Geschichte der Karpfenzucht. Das Markgrafenmuseum dokumentiert das Leben und Wirken der Markgrafen aus dem Hause Hohenzollern in der Region und bietet eine anschauliche Reise durch die Stadtgeschichte. Als regionale Besonderheit wartet die Siebenerabteilung mit einer Ausstellung über eines der ältesten Ehrenämter auf und in den KinderSpielWelten finden Sie eine Sammlung von Puppenhäusern, Puppenküchen und Kaufläden. Ein Besuch im Museumscafé mit Blick auf den Apothekergarten im beschaulichen Schlosshof rundet den Besuch der Museen im Alten Schloss in Neustadt a.d. Aisch ab.

 

Herzliche Grüße aus dem Alten Schloss

Sabine Fink und Jochen Ringer



Museen im Alten Schloss | Untere Schlossgasse 8 | 91413 Neustadt/Aisch
Tel. 09161/6620905 |
info@karpfenmuseum.de | www.karpfenmuseum.de

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